FSME - Entzündungen des Gehirns

Was ist FSME und wie schützt man sich?

Veröffentlicht am 20.08.2020

Frühsommer-Meningoenzephalitis oder kurz FSME ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die hierzulande hauptsächlich von Zecken übertragen wird. Hauptträger des FSME-Virus ist der gemeine Holzbock – die häufigste Zeckenart in der Schweiz. Am wohlsten fühlt er sich vor allem in Wäldern, Büschen und hohem Gras, weshalb beim Ausflug ins Grüne, vor allem in warmen Monaten, entsprechend Vorsicht geboten ist. Doch wie schützt man sich am besten? Ist eine Impfung unbedenklich? Und wie lange schützt sie?

So verringern Sie das Risiko eines Zeckenstiches
  • Meiden Sie wenn möglich dichtes Gras und Unterholz.
  • Tragen Sie im Wald oder auf Wiesen eher geschlossene Kleidung und die Socken über den Hosenbeinen.
  • Kontrollieren Sie Ihren Körper direkt nach dem Aufenthalt im Freien. Meist sucht die Zecke erst noch eine gute Selle, bevor sie sticht. Diese Zeit ist wertvoll, um sie rechtzeitig zu entfernen.
  • Zeckensprays bieten keinen 100prozentigen Schutz, helfen aber, das Risiko zu reduzieren.

Infektionsrisiko und Folgen der FSME

Das Risiko einer Infektion mit dem FSME-Virus ist zwar relativ gering, die Übertragung der Krankheit erfolgt jedoch schon innerhalb weniger Minuten nach einem Zeckenstich. Bei uns tragen etwa 0,5-5% der Zecken das Virus in sich. Nicht bei jedem Stich kommt es also zwangsläufig zu einer Infektion. Aber was, wenn doch? Bei einigen Patienten verläuft die Krankheit vollkommen unbemerkt, bei anderen können grippeähnliche Symptome auftreten. Selten kann es jedoch zu einer Hirn- und/oder Hirnhautentzündung kommen, welche für die betroffenen Personen schwerwiegende Folgen haben können. Auch bleibende Schäden sind möglich. Hierzu gehören vorwiegend Lähmungen, Gedächtnis- und Sprachstörungen. In seltenen Fällen kann die Infektion sogar zum Tod führen.

Wer sollte sich impfen lassen?

Derzeit gibt es leider noch keine wirksame Behandlungsmöglichkeit der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Vorbeugen ist daher die einzig mögliche Massnahme, um sich vor einer FSME und Folgeschäden zu schützen.
Empfohlen wird die gut verträgliche Impfung für Personen in Risikogebieten, die sich häufig im Freien aufhalten. (Beachten Sie auch unsere Informationen zum weiteren Schutz.) Sie kann das ganze Jahr über erfolgen und macht, bei einem Expositionsrisiko, ab einem Alter von 6 Jahren Sinn. Die Impfung besteht auf drei Impfungen, mit einer Auffrischungsimpfung alle 10 Jahre. (Siehe Infobox.)

So wird geimpft:

  • 3 Dosen zu den Zeitpunkten 0, 1 und 6 Monate für FSME-Immun CC®
  • oder zu den Zeitpunkten 0, 1 und 10 Monate für Encepur®
  • Auffrischungs-Impfungen werden alle 10 Jahre empfohlen.

Wer bezahlt die Kosten für eine FSME-Impfung?

Die Kosten für die Impfung werden im Rahmen ihrer Krankengrundversicherung übernommen (abzüglich Franchise und Selbstbehalt) und bei beruflicher Exposition sogar vom Arbeitgeber getragen. Impfen lassen können Sie sich das ganze Jahr über in unseren Praxen bei Ihnen vor Ort. Unsere Hausärzte geben Ihnen gerne weitere Informationen zu diesem Thema. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin.

Wichtig zu wissen:

Ein Zeckenstich entspricht gemäss Schweizer Rechtssprechung einem Unfallereignis. Besteht eine Unfallversicherung, ist der Zeckenstich der Versicherung zu melden, falls ein Arzt konsultiert wird.

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